projekte

2011

my personal utopia| Premiere: 24. Februar 2011, Kunstmühle Braunschweig, Ernst-Amme-Straße 19 |
Gefördert durch die Stiftung Niedersachsen, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Stadt Braunschweig – Kulturinstitut.

Mehrsicht begibt sich in seiner neuen Produktion auf die Suche nach den erfüllten und unerfüllten Wünschen und Träumen im Leben des Einzelnen, untersucht die Auswirkungen auf die breite Masse und hinterfragt die Bedeutung von Utopien im 21. Jahrhundert.
Wo sind die Querdenker in der Gesellschaft? Warum haben Politiker heutzutage keine Utopien mehr? Warum siegt der Pragmatismus am Ende immer über die Phantasie? Und warum spielen trotzdem über 30 Millionen Bundesbürger jede Woche Lotto? [mehr]


2011

Fire and Forget - Ein Tanzsolo
| Premiere: 4. Juni 2011, Schwankhalle Bremen, Festival OUTNOW! |

„Look at those dead bastards“ – “Nice”

2007: Ein US-Helikopter kreist über Bagdad. Der Bordschütze nimmt eine Gruppe von Zivilisten ins Visier, das Kommando „Feuer frei“ wird gegeben. 2010 veröffentlicht WikiLeaks ein Video – von der Bordkamera gefilmt und mit den Originalkommentaren der US-Soldaten während des Angriffs.
In dem eindringlichen Solo über eine immer mehr ferngesteuerte, körperloser werdende Kriegsführung konfrontieren Verena Wilhelm (Tanz / Choreographie) und Christian Weiß (Regie / Dramaturgie) die Bewegungen der Tänzerin mit dem authentischen Tonmaterial des Angriffs und lenken unser Bewusstsein zurück auf das Individuum, auf den verletzbaren Körper im Kampf.


2010

Die Räume werden wieder sicher! - Eine intrapassive-szenische Installation von Weiß/Glantz™
| Premiere: 6. Mai 2010 (Innenraumversion), 20 Uhr, Rebenpark, Rebenring 31, Braunschweig | Premiere Außenraumversion: 10. Juni 2010, 21 Uhr, Herzogin-Anna-Amalia-Platz, Braunschweig (am Staatstheater Kleines Haus) | Gefördert durch die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Stadt Braunschweig - Kulturinstitut.

Ein Thema beherrscht gegenwärtig nicht nur viele wissenschaftliche Disziplinen, sondern durchdringt ebenfalls fast alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens: es ist das Phänomen der Überwachung.
Das spannungsreiche Verhältnis von Sicherheit und Freiheit gerät ins Blickfeld: Wie viel Freiheit muss eine demokratische Gesellschaft opfern, um sicher leben zu können? Wie viel darf sie opfern, will sie nicht die eigenen Prinzipien preisgeben? [mehr]


2010

White Spaces | Eine Tanz-Performance von Weiß/Glantz für fast jeden Raum nach dem gleichnamigen Text von Paul Auster | Premiere: 25. April 2010, 20 Uhr, Rebenpark, Rebenring 31, Braunschweig

Something happens, and from the moment it begins to happen, nothing can ever be the same again.
Something happens. Or else, something does not happen. A body moves. Or else, it does not move. And if it moves, something begins to happen. And even if it does not move, something begins to happen.
Paul Auster

Etwas geschieht. Und sobald etwas zu geschehen beginnt, kann nichts mehr sein wie früher! [mehr]


2009

Die Räume werden wieder sicher! (Arbeitsprobe/Installation) | 10. & 11. Oktober 2009, kunst... hierundjetzt. Das Kunstfest der offenen Ateliers in Braunschweig und Region, Proberäume Petersilienstraße.

Weiß/Glantz™ werden bei kunst…hierundjetzt einen Einblick in ihre Arbeitsweise ermöglichen und dem Besucher einen Ausschnitt aus ihrer Recherchearbeit zum bevorstehenden Projekt ›Die Räume werden wieder sicher!‹ präsentieren – eine intrapassive-szenische Installation zum Thema Überwachung.
Die beiden Künstler öffnen einen ihrer Arbeitsräume und ergreifen Maßnahmen, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts auch vor dem Hintergrund des Terrorismus gesellschaftlich breite Akzeptanz finden, aber auch zunehmend Kritik erregen. Es geht um das Beobachten des Beobachters der Beobachter. Weiß/Glantz™ bleiben für dieses Projekt aber nicht nur Beobachter, sie werden zur Kamera, zum Richtmikrofon, vielleicht zum Voyeur. [mehr]


2009

Alles was du tun musst ist die Jungfrau spielen und hoffen dass du nicht getötet wirst | Premiere: 17. September 2009, Theater-Outlet – Das Festival, ehemalige Öffentliche Bücherei Braunschweig | Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Braunschweig – Kulturinstitut.

Was wir heute über Jeanne d'Arc zu wissen glauben, hat fast 600 Jahre der mündlichen Überlieferung, der Erzählung, der Ausschmückung, der Heldenverehrung und der Diffamierung durchlaufen. Wer war diese Johanna und was ist an dieser Frau auch heute noch das Faszinierende?
Ihre Geschichte stellt die Frage nach der Lebbarkeit von extremen Gegenentwürfen. Nach den Möglichkeiten zwischen den Extremen und nach den Extremen zwischen den Möglichkeiten. [mehr]


2009

JEANNE. PUZZLE. Eine Annäherung an die Figur Jeanne d'Arc | Premiere: 6. Juni 2009, Theater-Outlet, ehemaliger Supermarkt, Atrium Center, Braunschweig.

Im Zentrum dieser Versuchsanordnung steht die Figur der heiligen Johanna, die 1431 im Alter von 19 Jahren auf dem Marktplatz von Rouen als Hexe verbrannt wurde. Wer war diese unfassbare Frau? Was trieb sie an? War sie verrückt, verführt, besessen? Oder beseelt, erleuchtet, heilig? [mehr]


2008

Findet mich das Glück? Eine intrapassive-szenische Installation von Weiß/Glantz | Premiere: 22. November 2008, LOT-Theater Braunschweig

Bei ihrer aktuellen Arbeit „Findet mich das Glück?“ nehmen sie sich eines Themas an, das jeden betrifft. Glücklich sein bedeutet für jeden etwas anderes. Ist es daher überhaupt möglich, Antworten auf die Frage "Wie werde ich glücklich?" zu finden? Ja, an diesem Abend ist es möglich…, an diesem Abend ist alles möglich!

Alles ist gut. Alles. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick.
(Dostojewski: Dämonen) [mehr]


2008

Tracey nach einem Roman von Maureen Medved | Premiere: 11. September 2008, LOT-Theater Braunschweig | Gefördert durch die Stiftung NORD/LB-ÖFFENTLICHE, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und das Kulturinstitut der Stadt Braunschweig.

Tracey ist 15 und lebt in einem eher prekären Elternhaus. Ihr deprimierter Vater nennt seine Kinder »Unfälle«, ihre depressive Mutter sitzt nur noch rauchend vorm Fernseher. Als sie dahinter kommen, dass Tracey ihren kleinen Bruder Sonny hypnotisiert hat, sodass er glaubt, er sei ein Hund, schicken sie ihre Tochter zum Psychiater.
Als Sonny spurlos verschwindet, lässt Tracey alles hinter sich und macht sich auf die Suche nach ihrem Bruder. Diese Suche wird zu einer Odyssee, die immer stärker die Züge eines Albtraums annimmt. [mehr]


2007

Fisch oder Fleisch – Eine Alltagsrecherche | Premiere: 10. Oktober 2007, LOT-Theater Braunschweig im Rahmen des Festivals „Schöne Aussicht“. | Eine Koproduktion mit dem Theater unterm Dach, Berlin. | Gefördert durch die Niedersächsische Lottostiftung, Stadt Braunschweig – Kulturinstitut, NORD/LB – Braunschweigische Landessparkasse, BS-ENERGY sowie Streiff & Helmold.
Gastspiele in Berlin und Hamburg. | Eingeladen zum Kaltstart! Festival Hamburg 2008 (Kulturhaus 73).

Stehe ich auf oder bleibe ich noch ein paar Minuten im Bett liegen? Welches Hemd ziehe ich heute an? Soll ich die Frau am Tresen einfach ansprechen? Soll ich heute mit ihm reden oder lieber nicht. Wähle ich CDU oder SPD? Soll ich meinen Job hinschmeißen und irgendwo ein neues Leben beginnen? Ja… Nein… Vielleicht…
Jeder muss jeden Tag hunderte von kleinen und kleinsten Entscheidungen treffen. Vieles geschieht unbewusst. Und dann sind da noch die Entscheidungen, die das Leben komplett verändern. [mehr]


2007

Webtown 1.0 Eine intrapassive-szenische Installation von WEISSGOLTZGLANTZ | Premiere: 15. August 2007, LOT-Theater Braunschweig

24 Stunden. 3 Personen. Und unsere Art ihr Internet zu nutzen. Die Künstlerformation WEISSGOLTZGLANTZ begibt sich in ihrer "intrapassiven-szenischen Installation" "Webtown 1.0" auf die Suche nach dem virtuellen Zuhause im Netz. [mehr]


2007

Die Leiden des jungen Werther nach J. W. Goethes gleichnamigen Roman | Premiere: 21. März 2007, LOT-Theater, Braunschweig. | Gefördert durch die NORD/LBBraunschweigische Landessparkasse. Nominiert für den Niedersächsischen Theaterpreis der Lottostiftung 2007. Gastspiel in Hildesheim.

"Ich will das Gegenwärtige genießen, und das Vergangene soll mir vergangen seyn!" Mit diesem Vorsatz will sich der junge Werther von der Erinnerung an eine unglückliche Beziehung befreien. Ein Ortswechsel, Wanderungen in die Natur, neue Bekanntschaften sollen ihm helfen, den Schmerz zu überwinden. Doch dann begegnet er Charlotte und plötzlich ändert sich für ihn alles. Verzaubert von ihrem Wesen kreisen bald all seine Gedanken nur noch um sie und taub gegenüber allen Warnungen gibt er sich voller Leidenschaft seinen Empfindungen hin - bis seine Traumwelt von der Realität eingeholt wird. Lotte ist bereits einem anderen versprochen.Für Werther ist es gerade die Unmöglichkeit, Lotte zu besitzen, die den Reiz ausmacht. [mehr]


2005-2008

FREISTIL – Die Reihe | Plattform für kreativen Austausch. | Regelmäßige Nachwuchsplattform im LOT-Theater. | Gefördert durch die Öffentliche Versicherung.

Freistil: Verschiedenste Künstler äußern sich auf verschiedenste Arten zu verschiedensten Themen. Erlaubt ist alles, auch szenische Lesungen, Tanz, Fotos, Performance, Film, Musik, Installationen, Objekte, Bilder, ... Ein Muss sind Gespräche und freiwillig ist der Griff zur Cola.


2005

Nico – Sphinx aus Eis von Werner Fritsch | Premiere: 1. Oktober 2005, LOT-Theater, Braunschweig. | Gefördert von der Stiftung NORD/LB-ÖFFENTLICHE und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.

Nico (eigentlich Christa Päffgen), Model für Vogue und Coco Chanel, Leinwandfigur in Filmen von Warhol's Factory, Sängerin bei Velvet Underground: dieser Ikone des Rock, die immer wieder zur Projektionsfläche anderer wurde, gibt Fritsch nochmals eine Stimme. Als Moment des Sprechens wählt er den Moment des Todes, in dem sich das Leben kondensiert, in gewaltigen, übergroßen, in rasantem Tempo aufeinander folgenden Bildern aufflackert und schließlich explodiert.
Verletzungen, Verluste, Verpasstes, Verschuldetes und nur ganz seltene, nie andauernde Glücksmomente ziehen wie in einem letzten erbarmungslosen Trip an Nico vorüber und bemächtigen sich ihrer nochmals. [mehr]


2005

Krankheit der Jugend von Ferdinand Bruckner | Premiere: 15. April 2005, LOTTheater, Braunschweig. | Gefördert durch die Niedersächsische Lottostiftung, den Braunschweigischen Vereinigten Kloster- und Studienfonds, das Kulturinstitut der Stadt
Braunschweig und BS-Energy. Gastspiele in Hildesheim und Berlin. | Eingeladen zum Festival „Schöne Aussicht“ ins LOT-Theater Braunschweig.

Das Gesellschaftsporträt, das Bruckner in Krankheit der Jugend vor Augen führt, entspricht auch heutiger Befindlichkeit junger Menschen zwischen Jugend und Erwachsensein. Die jungen Frauen sind auf der Suche nach Eigenständigkeit und Erfolg, während die Männer das Funktionieren als Rädchen im Getriebe des Berufslebens und erst recht die Rolle des Familienernährers verweigern. Die Partnerschaft zwischen Mann und Frau müsste neu definiert werden, kann sich aber doch von den alten Mustern und der tradierten Rollenverteilung nicht wirklich lösen. Vor dieses unlösbare Dilemma gestellt, fliehen die Figuren vor der Realität. [mehr]



2004

Heartcore von Albert Ostermaier | Premiere: 1. August 2004, ehem. Bistro Steinwegpassage, Braunschweig.

Es gibt drei Aggregatzustände, in denen die Liebe sich zu erkennen gibt: das Verlieben, das Lieben und das Entlieben. Die beiden Protagonisten, ER und SIE, durchleben diese Zustände bis an die eigenen Grenzen.
Ostermaier vermag es, Höchstemotionales in einer präzisen, unsentimentalen Form zu transportieren, ohne dabei dem Puls des Lesers seine Ruhe zu lassen. Was man hört in diesen Gedichten, ist schließlich der eigene Herzschlag. [mehr]


2003

fräulein else von Arthur Schnitzler | Premiere: 10. Oktober 2003, Wallgraben Theater, Freiburg im Breisgau | Eine Koproduktion mit dem Wallgraben Theater Freiburg | Gefördert durch die Sparkasse Freiburg, die NORD/LB Braunschweig und das Autohaus Nies. | Gastspiele in Braunschweig und Salzgitter.

Fräulein Else, die in den Dolomiten einen sorgenfreien Urlaub verbringen möchte, erhält gleich zu Beginn ihres Aufenthalts einen Brief von ihrer Mutter, indem sie ihr mitteilt, dass die Familie vor dem finanziellen Ruin steht. Else könne jedoch den drohenden Bankrott abwenden, indem sie, so der Vorschlag ihrer Mutter, einen im selben Ferienort weilenden Geschäftsfreund ihres Vaters um die nötige Summe bitte. Dieser verlangt als Gegenleistung, Else 15 Minuten nackt betrachten zu dürfen. Diese Forderung stürzt Else in einen schweren Gewissenskonflikt. [mehr]


2003

Nothing Hurts von Falk Richter | Premiere: 28. März 2003, Studiotheater Hochschule f. Musik & Theater, Hannover. | Gefördert durch das Kulturinstitut der Stadt Braunschweig und die Stiftung NORD/LB-ÖFFENTLICHE. Zusätzlich unterstützt durch GRAFF-Bücher und Medien und Archiplot. | Gastspiele in Braunschweig und Salzgitter.

Nothing Hurts beschreibt das Leben junger erfolgreicher Menschen, immer unterwegs, immer unter Strom. Erschöpfte Körper im Hyperstadium, Crash Test Dummies, die sich selbst kaum noch spüren. Liebe wäre zwar schön, doch sie birgt auch die Gefahr sich selbst zu entblößen und wer will das schon. Das Stück behandelt ein großes Thema der jungen Generation: die Suche nach Authentizität. Der Wunsch, den eingeimpften Sprechblasen zu entgehen, und dabei zwanghaft doch aus Soap Operas, Hollywood-Filmen und Pop-Texten zu zitieren. [mehr]


2001


südwärts von Roger Lille | Premiere: 31. August 2001, Aula Kranich-Gymnasium, Salzgitter. | Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Salzgitter.

Für Meaux liegt Aedy im Spitalbett. Sie sitzt im Zimmer als Krankenwache. Wo Aedy sich aufhält, für Meaux liegt er dort im Bett. Aedy lebt in seiner Erinnerungswelt. Meaux ist für ihn real nicht anwesend. Er „sucht“ sie zwar im Raum, spricht sie aber auch an, wo sie nicht ist. Aber auch Meaux wird hin und wieder dem Vergangenen nachhängen, ab- und auftauchen, während umgekehrt Aedy zwischendurch auch ganz im Hier und Jetzt sein kann.
Zwei Monologe, die sich kreuzen und überlappen, sich verschränken und ineinander verheddern, bis sie zum Zwiegespräch werden, zum Dialog. [mehr]